Wieviel Bewegung tut uns gut?

Zu einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept gehört neben ausgewogener Ernährung, aktiver Entspannung auch, dass wir uns ausreichend und regelmässig, möglichst an der frischen Luft, bewegen.

Bewegung stellt eine wichtige Schutz- und Reparatur Funktion für unseren Körper dar und regt unseren Stoffwechsel sowie Aufbauprozesse im Körper an. Es ist heute sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Bewegung bei den meisten Erkrankungen eine wirksame Therapie-Massnahme ist. Darüber hinaus wirkt sich Bewegung auch positiv auf unsere psychische Gesundheit aus und hilft Stress abzubauen.

Wenn wir uns bewegen profitieren ausserdem auch die Faszien und unser Bindegewebe davon. Das Bindegewebe wird besser durchblutet und wir bleiben gelenkiger. Dies schützt uns vor Entzündungen und nicht zuletzt auch vor Schmerzen.

Eine weitere wichtige Komponente gesund zu bleiben ist viel zu Wasser zu trinken. Flüssigkeitsmangel kann langfristig zu einer Vielzahl von Beschwerden, allen voran Austrocknung, Entzündungen und damit auch zu Schmerzen führen.

Aber wieviel Bewegung ist gesund?

Die WHO sowie das Bundesamt für Sport empfiehlt, sich wöchentlich mindestens 2.5 Stunden bzw. an 5 Tagen pro Woche 30 Minuten moderat zu bewegen. Bei kranken Menschen wird je nach Krankheitsbild oft auch das Doppelte empfohlen. Studien haben ausserdem ergeben, dass  man durch Erhöhung des Pensums seine gesundheitlichen Vorteile noch weiter verbessern kann. Dies zeigen einige Studien sehr schön auf:

Wie kann ich eine angemessene Portion Bewegung in meinen Alltag einbauen?

Das wichtigste an der Sache ist es, dass Sie für sich eine oder mehrere Aktivitäten entscheiden, die Ihnen Spass machen. Vor allem aber sollte die Bewegung, wenn möglich an der frischen Luft stattfinden. Nichts ist so heilsam, wie ein Waldspaziergang oder eine kleine Wanderung in den Bergen.

Beispiele für Alltags-Bewegung

  • Gehen Sie zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Arbeit
  • Wenn Sie mit dem ÖV unterwegs sind, steigen Sie ein paar Stationen früher aus
  • Gewöhnen Sie sich an die Treppe statt den Lift oder Rolltreppe zu nehmen
  • Gewöhnen Sie es sich an in der Mittagspause eine Runde um den Block zu gehen bevor Sie sich wieder an ihren Schreibtisch setzen
  • Machen sie Abends nach dem Essen einen Verdauungsspaziergang

Neben der moderaten „Alltags-Bewegung“ empfiehlt es sich öfters unsere Ausdauer (z.B. Walking, Schwimmen, Radfahren, Seilspringen etc.) zu trainieren und dabei auch den Puls etwas anzukurbeln. Ihr Kreislauf und das Herz werden es Ihnen danken. Auch ein bis zwei Mal pro Woche Krafttraining hat, vor allem bei älteren Menschen, einen positiven Einfluss auf den Erhalt der Muskulatur und der Knochenstärke und beugt ausserdem Osteoporose vor. Wer nicht in einen Kraftraum gehen möchte, kann sein Krafttraining durchaus zu Hause ausüben. Es gibt mittlerweile genügend "Werkzeuge", wie z.B. Thera-Bänder, Gymnastikbälle oder Freihanteln (2.5- 5kg), die man dazu verwenden kann. Am besten Sie lassen Sie sich ein Programm von einer Fachperson zusammenstellen, so haben Sie die Sicherheit, dass Sie auch richtig trainieren.

Zur Belohnung aktive Entspannung

Yoga, Qigong und Tai Chi sind hervorragende Möglichkeiten Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass sich Stress fast wie von alleine abbaut. Auch Meditations- oder Achtsamkeitsübungen sollten in unserem Wohlfühl-Programm Platz finden. Es gibt einige ganz gute Apps und Online Plattformen, die Sie dazu benutzen können. Ich persönlich nutze diese drei sehr gerne:

Es würde mich freuen, wenn ich Sie damit zu etwas mehr Bewegung anregen konnte und wünsche Ihnen einen bewegungreichen, gesunden Frühling!

 

NEU: Wenn Sie sich nach getaner Bewegung entspannen möchten, biete ich neu Wohlfühl-Abos an.

Wohlfühl-Tees für kalte Tage

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch wieder graue, kalte Tage mit wenig Sonnenschein und langen Nächten. Das lädt ein, es sich zu Hause gut gehen zu lassen und es sich einmal wieder mit einem guten Buch und einer Tasse Tee gemütlich zu machen. Für genau diese Momente finden Sie hier ein paar Tee-Rezepte für Gross und Klein, zum Geniessen, Entspannen und für Ihr Wohlbefinden.

 

Ingwer wärmt von innen und stärkt die Abwehr
Das perfekte Gewürz für die kalte Jahreszeit ist Ingwer. Er hat nicht nur wärmende Eigenschaften, er stärkt auch unsere Abwehr. Wer eher „hitziger“ Natur ist, sollte darum Ingwer nur in Massen geniessen. Ingwer kann im Winter generell gut in Tees beigemischt werden, vor allem bei generellem Kältegefühl oder kalten Händen und Füssen ist er ein gesunder Warmmacher.

Ingwertee für eine Tasse

  • 1 daumengrosses Stück frischen, geschälten Ingwer (gerieben oder in kleine Stücke geschnitten)
  • Etwas Honig
  • Zitronensaft

Zubereitung
Ingwerwurzel schälen, reiben oder in Stückchen schneiden. Mit kochendem Wasser übergiessen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und mit Honig und Zitronensaft abschmecken.
Je länger man den Ingwer ziehen lässt, desto kräftiger wird er im Geschmack.


Aromatische Entspannung mit Rooibos
Rooibos bietet eine optimale, koffeinfreie Alternative zu schwarzem Tee.  Er kann genau wie Schwarztee mit Milch und Zucker oder Zitrone und Honig genossen werden. Dabei hat er eine angenehm beruhigende Wirkung. Er kann deshalb sehr gut auch am Abend genossen werden.

Durch seinen geringen Gehalt an Gerbstoffen ist er darüber hinaus auch besonders magenverträglich. Rooibos ist aufgrund des fehlenden Koffeins auch sehr gut für Kinder geeignet und kann sehr gut als Grundlage für Eistee im Sommer verwendet werden.

Grundrezept für Chai-Tee mit Gewürzen und Rooibos

  • 2 TL Rooibos
  • 1 Zimtstange
  • 2 Nelken
  • 1 Muskatblüte
  • 2 Kardamon Kapseln
  • ½ Liter Wasser
  • ½ Liter Milch

Zubereitung
Kaltes Wasser mit dem Tee und den Gewürzen aufkochen und 5-10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Milch zugeben und noch einmal kurz aufkochen. Durch ein Sieb abgiessen und servieren.
Zum Süssen verwendet man am besten 2 TL Honig.


Verdauungstee für die Festtage
Thymian, Anis und Minze helfen ihrer Verdauung auf die Sprünge. Rosmarin regt den Kreislauf an und Zitronenverbene verleiht ein angenehmes Aroma. Durch die anregende Wirkung des Rosmarins kann der Tee besonders gut nach dem Essen gegen die auftretende Müdigkeit getrunken werden.

Rezept

  • Thymiankraut
  • Rosmarinblätter
  • Pfefferminzblätter
  • Anissamen, angestossen
  • Zitronenverbene

Die Kräuter zu gleichen Teilen in der Apotheke mischen lassen. (z.B. je 20 Gramm).

Zubereitung
1 gestrichener TL Teemischung mit ca. 150 ml (1 Tasse) übergiessen und unbedingt (damit die ätherischen Öle nicht entweichen können ) zugedeckt 5-10 Minuten ziehen lassen. Dann die Kräuter Abseihen und in kleinen Schlucken geniessen.

 

Kommen Sie gut durch den Winter und lassen Sie es sich gut gehen!

Warum uns Verzicht gut tut

Wussten Sie, dass der Königspinguin bis zu 5 Monate im Jahr ohne Nahrung auskommt? Und das auch noch bei eisigen Themparaturen!

Die meisten von uns müssen zum Glück nicht so enthaltsam Leben. Wir können mehr oder weniger essen, wann immer wir wollen. Oft essen wir auch, wenn wir gar nicht hungrig sind und folgen der Macht der Gewohnheit und essen, weil es gerade Mittagszeit ist oder wir vor dem Fernseher sitzen und es gewohnt sind, uns einen kleinen Snack und vielleicht auch ein Bierchen zu gönnen. Es ist ja schliesslich Feierabend.

Für viele Menschen ist die Vorstellung auf eine Mahlzeit verzichten zu müssen, geschweige denn eine ganze Woche nichts zu essen, unvorstellbar. Wir führen ein Leben im kulinarischen Überfluss und dabei vergessen wir auch noch, uns regelmässig (täglich) zu Bewegen. Das schadet nicht nur unserem Körper sondern auch unseren Geist und hinterlässt längerfristig Spuren:  Wir haben Übergewicht, unser Blutdruck steigt, die Gelenke beginnen zu schmerzen, unsere Gefässe verkalken und uns geht schon nach ein paar Treppenstufen die Pust aus. Dies können erste Vorboten von modernen Zivilisationskrankheiten sein, die langfristig lebensbedrohend werden können.

Durch das regelmässiges Fasten, sei es 1-2 Mal im Jahr oder regelmässiges Interwall-Fasten können wir diesen Erkrankungen vorbeugen und unseren Organismus entlasten.

Altes Wissen wissenschaftlich belegt

Schon Paracelsus (1493-1541) hat um die positive Wirkung des Fastens gewusst. Dies wird heutzutage auch durch wissenschaftliche Studien bewiesen.

  • Fasten tut nicht nur dem Körper sondern auch dem Gehirn gut.
  • Durch Nahrungsmangel stellt der Stoffwechsel um, was sich positive auf Entzündungen auswirken kann. Darüber hinaus wird das Nervenwachstum gefördert.
  • Freiwilliges Hungern kann euphorische Gefühle auslösen und das Risiko von Depression senken.
  • Fasten stärkt das Immunsystem und erhöht die Widerstandskraft.
  • Beobachtungen bei der Behandlung von Schmerzpatienten, Rheumatikern, Bluthochdruckpatienten oder Übergewichtigen haben gezeigt, dass Fasten die Symptome dieser Leiden lindern kann. Ausserdem werden durch das Fasten Risikofaktoren für die Entwicklung von Krankheiten und indirekt auch auf Demenz verringert (Studie).

Wie sich das Fasten auf unsere Organe auswirkt

Gehirn              

  • Erhöht Produktion von Nervenwachstumsfaktoren
  • Erhöht Neubildung von Nervenzellen (Neurogenese)
  • Bildung neuer Hirnzellverknüpfungen
  • Erhöht Produkten von Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen)
  • Erhöht Resistenz gegen oxidativen Stress
  • Rückgang von Entzündungsreaktionen

Muskulatur

  • Optimierung des aufbauenden Stoffwechsels
  • Erhöhte Empfindlichkeit für Insulin
  • Erhöhte Resistenz gegen oxidativen Stress
  • Rückgang der Körpertemperatur

Blutgefässe

  • Rückgang des Blutzuckerspiegel senkenden Hormons Insulin
  • Rückgang des Sättigungshormon Leptin
  • Zunahme des Hungerhormons Ghrelin (Studie)
  • Erhöhte Produktion von Ketonkörpernals alternative Energiequelle

Herz

  • Reduzierter Herzschlag
  • Reduzierter Blutdruck
  • Erhöhte Resistenz gegen oxidativen Stress

Leber

  • Erhöhter Glykogenabbau
  • Erhöhte Neubildung von Glukose (Glukoneogenese)
  • Erhöhter Fettabbau
  • Erhöhte Produktion von Ketonkörpern als alternative Energiequelle
  • Erhöhte Empfindlichkeit für Insulin

Darm

  • Reduzierte Energieaufnahme
  • Rückgang von Entzündungsreaktionen
  • Rückgang der Zellvermehrung

Fasten-Coaching-Angebot

Wenn Sie noch nie gefastet haben, kann es hilfreich sein es das erste Mal in einer Gruppe und unter der Anleitung von Experten zu tun. Ich biete in meiner Praxis Fastencoaching in der Gruppe oder auch für Einzelpersonen an. Die nächsten Gruppenkurse finden immer im November und Mai statt. Für genauere Angaben melden Sie sich bitte bei mir. Ich würde mich freuen, Sie auf ihrem Weg zu einem vitaleren, gesünderen Leben begleiten zur dürfen.

 

Weitere Studien
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24361004
https://www.hindawi.com/journals/np/2014/563160
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4228123
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27355990


 

 

 

Schlafen Sie gut?

Wer kennt es nicht, das Gefühl morgens aufzustehen und nicht frisch und erholt zu sein? Damit stehen Sie nicht alleine da. Etwa jeder dritte Mensch in der Schweiz leidet unter Schlafstörungen. Eine erschreckende Zahl!

Die Ursachen schlechten Schlafs sind vielschichtig und meistens hervorgerufen durch eine akute Situation aus dem Alltag, die einem gerade beschäftigt, eine Erkältung, ein zu ausschweifendes Abendessen mit zu viel Alkohol, Stress im Büro und so weiter.

Erleben wir solche Nächte nur ab und zu, ist das nicht so schlimm. Wir regenerieren uns nach einer guten Nacht mit ausreichend Schlaf wieder von selbst. Kommen Störungen in unserem normalen Schlafrhythmus aber regelmässig vor (2-3-mal pro Woche über längere Zeit), kann dies langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Was unseren Schlaf beeinträchtigen kann

  • Stress
  • Krankheiten, Schmerzen, Verspannungen
  • Schlechte Essgewohnheiten
  • Alkohol, Medikament oder andere Noxen
  • Arbeit am Computer, Fernsehen oder Handy benutzen kurz vor dem zu Bett gehen
  • Schichtarbeit, Jetlag
  • Hormonelle Veränderungen durch die Wechseljahre
  • Lärm, Licht oder schlechte Luft im Schlafzimmer
  • Unpassende Matratze

Symptome einer Schlafstörung

Ein typisches Zeichen für eine Schlafstörung sind zum Beispiel eine lange Einschlafphase oder das Gefühl, nicht abschalten zu können. Wenn sich Gedanken kreisen oder immer wieder das gleiche Lied im Kopf rumschwirrt. Aber auch unruhiges hin und her wälzen, Schmerzen, Nachtschweiss und Albträume können einem den Schlaf rauben. Aber auch Merkmale, wie regelmäßiges Aufwachen in der Nacht, frühzeitiges Aufwachen vor dem Wecker oder das Gefühl, kaum oder gar nicht geschlafen zu haben, können Symptome einer Schlafstörung sein.

Wenn uns die Erholung fehlt

Chronische Schlafstörungen können unsere Gesundheit massiv beeinträchtigen, weil sich unsere Körper- und Gehirnzellen nicht genug regenerieren können. Somit beeinflussen schlaflose Nächte unseren gesamten Organismus. Durch den Schlafmangel wird unser Immunsystem geschwächt, unsere Leistung lässt nach, wir haben Schwierigkeiten uns zu konzentrieren, wir machen vermehrt Fehler oder haben sogar Unfälle, wir fühlen uns Erschöpft, sind schlapp und sind griesgrämig. Darüber hinaus können Kopfschmerzen auftreten, die Verdauung spielt verrückt und wir kämpfen mit Gewichtsproblemen. Dies wiederum belastet unser berufliches und soziales Umfeld - was wiederum zu Stress führt – ein Teufelskreis, der nur schwer zu unterbrechen ist.

Langzeitfolgen chronischen Schlafmangels können sogar zu Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes oder Burnout führen.

Was Sie tun können

Um eine Schlafstörung in den Griff zu bekommen, müssen Sie sich zuerst über die Ursachen im Klaren werden. Führen Sie ein Schlaf-Tagebuch und schreiben Sie auf, was Sie tagsüber erlebt haben, was Sie gerade Beschäftigt und wie Sie in der Nacht geschlafen haben. Versuchen Sie dann gezielt Massnahmen in Ihren Alltag einzubauen um diese Ursachen auszumerzen. Und Bitte, haben Sie Geduld mit sich. Eine Umstellung Ihrer Lebensweise dauert seine Zeit.

Entspannt Schlafen beginnt vor dem Schlafengehen – Tipps und Tricks für eine erholsame Nacht

  • Gehen Sie nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit ins Bett (auch am Wochenende) und versuchen Sie zwischen 7 und 8 Stunden pro Nacht zu schlafen.
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst zur gleichen Tageszeit ein und abends nicht zu spät.
  • Machen Sie tagsüber regelmässig Entspannungsübungen, z.B. Autogenes Training, Atemübungen, Yoga etc.
  • Bewegen Sie sich regelmässig für mind. 30 Minuten pro Tag, machen Sie zum Beispiel einen Abendspaziergang vor dem zu Bett gehen, das hilft beim Abschalten und unterstützt ausserdem die Verdauung.
  • Nehmen Sie am Abend leichtere Kost zu sich und verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke, Alkohol und Zigaretten am Abend.
  • Gönnen Sie sich ein warmes Fussbad (ca. 20 - 30 Minuten, 38 Grad), angereichert mit Meersalz und Lavendelblüten. Das riecht gut und beruhigt die Nerven – und ihre Füsse danken es Ihnen ebenfalls.
  • Trinken Sie dazu einen beruhigenden Kräuter-Tee, zum Beispiel eine Mischung aus Hopfen, Lavendel, Passionsblume, das wirkt beruhigend auf die Seele und den Geist.
  • Vermeiden Sie es vor dem zu Bett gehen den Computer oder das Handy zu benutzen. Auch Fernsehen kurz vor dem zu Bett gehen sollte eher vermieden werden. Lassen Sie sich lieber durch entspannende Musik berieseln.
  • Schalten Sie das Handy und nach Möglichkeit auch das WLAN nachts aus.
  • Schaffen Sie eine ruhige, angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer und lüften Sie vor dem zu Bett gehen gründlich.
  • Achten Sie auf eine gute Matratze und eine kühle Raumtemperatur.
  • Wenn Sie nicht Einschlafen können, zwingen Sie sich nicht - stehen Sie lieber noch einmal auf, lesen Sie etwas Entspannendes und versuchen Sie es dann noch einmal.

Probieren Sie aus, was für Sie stimmig und machbar ist. Holen Sie sich aber bitte unbedingt professionelle Hilfe, wenn sich Ihre Schlafstörung nicht bessert und Sie alleine nicht weiterkommen.

In diesem Sinne - alles Gute und schlafen Sie gut!

 

Der Frühling ist da!

Und damit nicht nur lachende Augen! Der Frühling bringt mit den ersten hübschen Knospen und Blüten auch erste Pollen mit sich. Und damit tränende, juckende Augen, Niesen, laufende Nasen und Müdigkeit um nur einige lästige Symptome zu nennen, die der Heuschnupfen (Rhinitis pollinosis) jedes Jahr mit sich bringt. Das ist lästig und macht die ersten Frühlingstage für Betroffene nicht gerade angenehm. Gute und einfach anwendbare Hausmittel (PDF) aus der naturheilkundlichen Küche können schnell Linderung schaffen. Beachten Sie auch den Pollenflugkalender Ihrer Region.

Nachhaltige Behandlung von Heuschnupfen aus naturheilkundlicher Sicht

Die Naturheilkunde setzt zur Linderung und Heilung von Allergien auf die Stärkung des gesamten Organismus, mit dem Ziel die Abwehrmechanismen und alle damit in Verbindung stehenden Körpersysteme zu stärken. Dabei werden unter anderem Darmflora (wo auch der grösste Teil unseres Immunsystems sitzt), Ernährung, Bewegung sowie das psychische Gleichgewicht untersucht.

Eine tragende Rolle spielt gerade bei Allergikern die Ernährung. Empfehlenswert sind eine vitamin- und spurenelementreiche Kost mit einem hohen Pflanzenanteil, wobei Obst und Gemüse möglichst frisch zubereitet werden sollte (je nach Verträglichkeit roh oder gekocht). Wer Kuhmilchprodukte nicht gut verträgt, kann auf Produkte aus Ziegenmilch ausweichen oder es mit Kefir, Sauermilch oder Joghurt versuchen. Achten Sie auch auf eine ausreichende Menge an Ballaststoffen, diese fördern die Verdauung und bewirken eine kürzere Verweildauer des Nahrungsbreis im Darm. Trinken Sie ausserdem viel stilles Wasser und Kräutertee über den ganzen Tag verteilt. Planen Sie nicht zu spät am Abend zu Essen und nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre ein. Das wichtigste jedoch ist möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen und auf Fertiggerichte, Softdrinks, weissen Zucker und Weissmehlprodukte wenn möglich ganz zu verzichten.

Bitter macht lustig - und gesund!

Ein altes Sprichwort besagt „Gute Medizin schmeckt bitter“ und deutet an, dass Bitteres allerhöchstens als Medizin akzeptiert werden kann, aber ganz sicher nicht als gesunde Lebensmittel. Das ist schade, da gerade Bitterstoffe ganz hervorragende Wirkungen auf unser Verdauungssystem und damit auch auf unser Wohlbefinden haben.

Gesundheit beginnt mit einer guten Verdauung

Von vielen wird die Wichtigkeit einer gut funktionierenden, gesunden Verdauung unterschätzt. Funktioniert unsere Verdauung nicht optimal, ist nicht nur unser Immunsystem geschwächt, auch werden die meisten Stoffwechselvorgänge in unserem Körper negativ beeinflusst.

Zum Beispiel durch den Mangel an Nähr- und Vitalstoffen, die nicht richtig aufgenommen und verwertet werden können oder durch Giftstoffe und Stoffwechselabfälle, die im Körper bleiben, weil sie nicht vollständig ausgeschieden werden können.

Ein nicht richtiger arbeitender Verdauungsapparat kann also zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen. Symptome, wie zum Beispiel Magenverstimmungen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen können erste Anzeichen dafür sein.

Wird dagegen nichts unternommen, kann es langfristig zu chronischen Magen- bzw. Verdauungsproblemen, zu Leber- und Gallenbeschwerden und zu Schwierigkeiten mit der Bauchspeicheldrüse kommen.

Wie wirken Bitterstoffe?

Bitterstoffe regeln die Verdauung je nach dem Zeitpunkt der Einnahme unterschiedlich. Ihre Wirkung entfaltet sich unmittelbar von dem Moment an, in dem sie mit unserer Zunge bzw. der Mundschleimhaut in Berührung kommen.

Werden Bitterstoffe vor dem Essen eingenommen, wirken sie eher appetitanregend (die Sekretion der Verdauungssäfte- und Enzyme beginnt), nehmen wir sie nach dem Essen ein, unterstützen den Verdauungsprozess (die Produktion von Gallenflüssigkeit, Magensäfte und Insulin wird verstärkt). Darüber hinaus wird die Entgiftungsfunktion der Leber gefördert.

Wo sind Bitterstoffe enthalten?

Bitterstoffe sind in vielen, auch bei uns erhältlichen Nahrungsmitteln, enthalten und sind einfach in unsere Mahlzeiten einzubauen. Pflanzen, die eine besonders hohe Dosis an Bitterstoffen enthalten, sind Löwenzahn, Artischocke, Engelwurz, Schafgarbe, Wermut oder Enzian. Weiter finden sich Bitterstoffe in folgenden Lebensmitteln:

  •     Kräuter: Thymian, Majoran, Liebstöckel, Rosmarin, Estragon, Lorbeer, Salbei
  •     Salat: Rucola, Chicorée, Endivie
  •     Früchte:  vor allem Zitrusfrüchten, z.B. Grapefruit
  •     Gemüse:  Artischocken, Spinat, Brokkoli, Bittermelone
  •     Gewürze: Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Kurkuma

Rezepte (PDF)

Zimt – Gewürz mit Goldwert

Zimt wird aus der Rinde des tropischen Zimtbaumes gewonnen. Geerntet wird der Zimt in dem man die Zweige des Baums abschneidet, die innere Rinde entfernt und sie trocknet. Daraus entstehen dann die uns bekannten Zimtstangen. Die Stangen werden anschliessend gemahlen und zu Pulver verarbeitet. Zimt hat neben dem guten Geschmack als Gewürz auch heilende Eigenschaften.

Zimt als Naturheilmittel

Früher wurde Zimt für wertvoller als Gold gehalten. Mit Zimt wurden bei den alten Ägyptern die Adeligen einbalsamiert. Im Mittelalter glaubte man sich mit Zimt und Nelken-Wasser die Beulenpest vom Leib zu halten. Auch wurde Zimt heilende Wirkung bei Pilzinfektionen oder Beschwerden im Verdauungsapparat nachgesagt. Auch gegen üblen Geruch wirkt Zimt ausgleichend.

Heute wurde in wissenschaftlichen Studien (PDF) bewiesen, dass Zimt neben antimikrobieller Wirkung auch positive Wirkung auf den Blutzucker hat und darum für übergewichtigen Menschen, für Diabetiker oder Menschen mit Metabolischem Syndrom (in der richtigen Dosierung) eine wichtige Nahrungsergänzung sein kann. Ein angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass der LDL-Blutcholesterinwert gesenkt wird, dabei aber der gute LDH-Cholesterinwert gleich bleibt.

Neben dem positiven Einfluss auf den Blutzuckerstoffwechsel wird Zimt auch nachgesagt, dass durch seinen Geruch unsere Gehirntätigkeit aktiviert wird und er auch störende Gerüche mit sich fort nimmt (etwas Zimtpulver auf die schwitzenden Füsse nimmt jeden Geruch). In der TCM werden Zimt wärmende Eigenschaften zugeschrieben und in der Indischen Küche wird Zimt neben Kurkuma fast jedem Currygericht beigemischt um die Gerichte leichter verdaulich zu machen.

Wichtig beim Verwenden von Zimt ist neben qualitativ hochwertiger Bioqualität auch, dass der Zimt (ob Stange oder Pulver) möglichst trocken, gut verschlossen und in einem dunkeln Gefäss gelagert wird.

Rezepte (PDF)

 zimt hat eine positive wirkung auf den blutzucker

zimt hat eine positive wirkung auf den blutzucker

Warum sind grüne Smoothies so gesund?

Grüne Pflanzen sind die Lebensmittel mit der höchsten Nährstoffdichte, die uns zur Verfügung stehen. Gemessen am Energiegehalt (Kalorien), enthält Pflanzengrün sehr viele für uns, vor allem im Winter, wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Vitalstoffe oder auch Mikronährstoffe.

Durch die Zubereitung in einem Mixer (mit über 30.000 Umdrehungen/Minute) werden die Pflanzenfasern, zum Beispiel aus Kopfsalat, Babyspinat, Mangold, Grünkohl, Wild- und Gartenkräutern fein aufspalten. Die Nährstoff-Freisetzung wird verbessert und vereinfacht so die Aufnahme in unseren Organismus. Durch das Mixen bekommt der Smoothie auch eine angenehm cremige Konsistenz.

1-2 Mal in der Woche einen grünen Smoothie zum Frühstück oder zwischendurch versorgt uns mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, die unser Immunsystem stärken und uns gut durch den Winter bringen.

Rezepte (PDF)

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Herbstzeit – Erkältungszeit

Eine Beere, die es in sich hat

Schwarzer Holunder (lateinisch Sambucus nigra) findet man meist an Waldrändern oder in Gärten. Aus den weissen Blüten entstehen im Herbst die schwarzen Holunderbeeren. Diese lassen sich zu einem schmackhaften Mus oder Saft verarbeiten. Der Saft ist voll mit Vitamin C und somit ein hervorragendes Mittel zur Stärkung des Immunsystems und zur Bekämpfung von Erkältungserkrankungen wie Schnupfen oder Husten.

Neben viel Vitamin C enthält schwarzer Holunder unter anderem auch Antioxidatien, Glykoside, ätherische Öle, Flavanoide sowie Schleim- und Gerbstoffe. Diese wirken wärmend, schweisstreibend, fiebersenkend und schleimlösend.

Holundersaft kann man selber herstellen oder im Reformhaus kaufen. Am besten trinkt man den Saft in der kalten Jahreszeit täglich, kalt oder auch warm als Tee zubereitet.

Was noch bei Erkältungen?

  • Mischt man dem Holundersaft etwas Ingwer bei, ist die wärmende und schweisstreibende Wirkung noch stärker.
  • Ein aufsteigendes Fussbad à la Pfarrer Kneipp wirkt wahre Wunder.

Anleitung Fussbad (PDF)

 Schwarzer Holunder enthält viel vitamin c.

Schwarzer Holunder enthält viel vitamin c.